Die Geschichte des Skifahrens

Fragt man die Menschen, was die Wintermonate ausmacht, erhält man häufig die Antworten: Weihnachten, Schnee und Skifahren. Letzteres hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer der Lieblingssportarten für viele Menschen entwickelt.

Ursprünge des Skifahrens

Die Anfänge des Skifahrens, wie wir es heute kennen, liegt weit in der Vergangenheit. Genauer gesagt liegen sie soweit zurück, dass noch heute nicht genau geklärt ist, zu welcher Zeit zum ersten Mal ein Mensch auf etwas Skiähnlichem stand. Archäologische Funde von Höhlenmalereien und Gegenständen, die den heutigen Skiern im entferntesten ähneln, lassen darauf schließen, dass bereits vor einigen tausend Jahren in den schneereichsten Ländern, wie den skandinavischen Staaten, Menschen auf Holzlatten unterwegs waren.

Ursprünge des Skisports

Wesentlich klarer ist da die Geschichte des Skisports. Diese beginn in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Über die Verwendung von Skiern in der Armee Norwegens etablierte sich das Skifahren in diesem Land als Freizeitsport und ungefähr im Jahr 1850 fand dann erstmals ein Skirennen statt. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden erste Anleitungen und Übungen zum Lernen dieses Sports entwickelt. In einer norwegischen Region namens Telemark wurde zu dieser Zeit eine Art Bindung für Skier entwickelt, bei der nur der vordere Teil des Fußes mit dem Ski verbunden wird. Der Telemarkski, wie man ihn auch heute noch kennt, war geboren.

Um die Zeit der Wende zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert gewann der Skisport in ganz Europa an großer Popularität. In Deutschland, der Schweiz und in Österreich wurden die ersten Skivereine gegründet, in denen junge Interessierte das Skifahren lernen wollten. Der Sport hatte die steilen Hänge und hohen Berge der Alpen erreicht. Schnell entwickelte sich eine Problematik mit dem Material, das aufgrund einer Skilänge von drei Metern und der enormen Breite nicht für die steilen Abhänge des Hochgebirges ausgelegt war.

Ein tschechischer Künstler namens Matthias Zdarsky nahm sich dieses Problems an, kürzte seine Skier auf eine Länge von 1,80 Meter gab ihnen eine deutlich geringere Breite und entwickelte eine neuartige Bindung, die den ganzen Fuß mit dem Ski verband. Dies ermöglichte einen wesentlich schmaleren Wenderadius des Skis. Zdarsky nannte diesen Ski „Alpinski“. Dies war die Geburtsstunde des ersten Vorläufers des heutigen Carvingskis.

Im 20. Jahrhundert boomte der Skisport in Europa enorm. Durch die verbesserte Infrastruktur im Zuge der beiden Weltkriege war es immer mehr Menschen möglich geworden, die Alpen und damit auch die großen Skigebiete zu erreichen. Dies hatte zur Folge, dass in diesen Gebieten die ersten Skischulen und weitere Skiklubs gegründet wurden. Bereits in den 1920er-Jahren wurde Skifahren auch als Wettkampfsport populär.

Zu dieser Zeit wurden regelmäßig Skirennen ausgetragen. Zu den Olympischen Winterspielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen wurden Skirennen als olympische Sportart zugelassen. Dies, jedoch auch die Entwicklung von Fernsehgeräten, auf denen die Rennen in den Folgejahren übertragen wurden, trug zu einer wachsenden Popularität an und bereits in den 1970er-Jahren fuhren knapp 35 Millionen Menschen Ski. Bis heute werden Skigebiete stetig ausgebaut, modernisiert und individualisiert und bieten Touristen eine Vielfalt an Pisten, Unterkünften und Attraktionen.